Couch Potato

Wenn ich schon einen großen Teil meiner Freizeit auf der Couch vor dem Small Screen verbringe, dann lohnt sich dafür ein eigenes Blog. Ich gehörte schon immer zu denjenigen, die Fernsehen als legitimes Hobby betrachteten

Bitte beachtet auch die Hinweise zum Ungang mit Spoilern hier im Blog!
Wer sich fragt, nach welchen Maßstäben ich meine Bewertungen vergebe, kann das hier nachlesen


17 Januar 2007

Perlen im Comedy Central Programm

Im Programm von Comedy Central haben sich einige nette Serien versteckt, die dem Normalzuschauer (und auch dem nachgewachsenen Serienfan) nicht unbedingt bekannt sind (sein müssen), bzw. dem amerikanophilen Zuseher entgangen sein mögen. Daher hier eine kurze übersicht über meine persönlichen Empfehlungen:



Coupling (Mittwochs 20:45 Uhr)
Eine englische Sitcom. Man würde wohl sagen Single Camera, obwohl teilweise vor Publikum aufgenommen. Es geht um Beziehungen. Im Mittelpunkt der Serie stehen 6 Freunde: Steve und sein bester Freund Jeff, Susan und ihre beste Freundin Sally. Dazu kommen noch Jane - mit der Steve grade schluß macht, und Patrick - dem von Susan das gleiche Schicksal droht. Eigentlich ein altbewährtes Schnittmuster, man erkennt die Charaktere im Prinzip aus den meisten x-belibigen Sitcoms. Jane und Jeff sind die Verrückten, Sally und Patrick die überzeichneten Archetypen ihres jeweiligen Geschlechts und Steve und Susan - die zu Beginn der Serie zusammenkommen - sind die normalen, die Identifikationsfiguren. Was die Serie nun besonders macht ist, dass sie in einer Weise wie seinerzeit Friends oder heutzutage How I Met Your Mother witzige Trends/Erkenntnisse aufgreift und komödiantisch umsetzt, teilweise sehr hintergründig ist, dazu saukomisch (vor allem natürlich im Orginal - gibt's auch auf DVD, hint, hint). Man sollte der Serie definitiv eine Chance geben (sind auch in den vier Staffeln nur um die 25 Episoden - britische Verhältnisse halt).

Jack & Jill (Samstags und Sonntags, jeweils 12:00 Uhr)
Um ehrlich zu sein, ich weiss nicht, ob sich die Serie lohnt. Mit Amanda Peet und dem Serienhüpfer Ivan Sergej gibt es für beide Geschlechter sicherlich massig eye candy. Ansonsten ist es eine romantische Komödie von 1999, die ich bisher einfach verpasst habe - ein Zustand, der wohl änderungswürdig ist, wie man hört (ich weiss nicht mehr, wo ich das gehört habe, aber das hält mich nicht davon ab, mal reinzuschauen)

Verrückt nach Dir (täglich), (OT: Mad About You)
Eine eher intelligente Sitcom um das junge Ehepaar Paul und Jaime Buchman (sprich Bukmen), ihre Ehe, ihre Familien und Freunde. 12 Emmys gewonnen, dazu diverse Nomminierungen. Man nannte es mal ein thirtysomething light. Die Serie Thirtysomething sollte man als Leser dieses Blogs eigentlich kennen, sie stammt von den gleichen Produzenten wie Nochmal mit Gefühl (OT Once and Again) und Wilkommen im Leben (OT: My so-called life) und zeichnete die Leben(sangst) einer Gruppe von Freunden um die dreisig nach. Inklusive Krankheiten, beruflicher Schwierigkeiten, ohne jugendliche Coolness, aber mit viel Lebensangst, die von der Verantwortung für Partner und Kinder kommen - bzw. mit deren Abwesenheit ... und Verrückt nach Dir ist das ganze, nur mit einem Lächeln serviert. Auch hier weise ich mal vorsorglich darauf hin, dass die Serie in den USA momentan auf DVD herausgebracht wird.

Ellen (täglich)
Die Sitcom von und mit Ellen DeGeneres ist hauptsächlich dafür berühmt, dass sie eine Hauptfigur zeigt, die später in der Serie ein lesbisches Comming Out hat. Dadurch hat sie in den USA viel Zuschauer verloren bzw. vergellt. Aber das in meinen Augen nicht nur aus Abneigung gegenüber dem neuen Lebensstiel der Hauptfigur, sondern weil damit einige ältere romantische Verstrickungen definitiv beendet waren (stellt Euch vor, Scully hätte ein Comming Out gehabt, und die sexuelle Spannung zu Mulder wäre weg gewesen ...). Aber zurück zu Ellen. Was muß man haben, um Zuschauer zu verlieren? Richtig, Zuschauer! Und die hatte die Serie zu recht, denn sie ist witzig. Einen Eindruck von Ellen DeGeneres' humoristischem Talent kann der geneigte Leser im Film Findet Nemo bekommen, wo ihre Rolle, Dori, genau ihrem humoristischem Still entspricht. Dazu kommen in der ersten Staffel noch Maggie Wheeler (Chandlers Nemesis Janice bei Friends), Ayre Gross, später Joely Fisher (Carries Schwester; zuletzt bei den Desperate Housewives als Vorgesetzte von Lynette) und einer meiner allzeit-Held Jeremy Piven (Emmy-Gewinner als Ari Gold in Entourage, Cupid, diverse bemerkenswerte Nebenrollen in Hollywoodfilmen) und David Anthony Higgins (vielen sicher bekannt als Lois' Arbeitskollege Craig Felspa bei Malcolm Mittendrin). Viel Humor garantiert.

News Radio (täglich)
NewsRadio ist eine kleine feine Workplace-Comedy: es geht also (ähnlich wie bei sagen wir mal Stromberg oder (Suddenly) Susan) um ein Büro und die darin arbeitenden skurielen Angestellten. Genauer gesagt geht es um den lokalen New Yorker Nachrichtensender WNYX. Die Crew besteht aus dem Nachrichtenchef Dave Nelson (einem jungen Landei aus Wisconsin; Dave Foley), den Redakteuren Andrew (sehr trottelig und immer für physical Comedy gut; Andy Dick) und Lisa (die vor Ehrgeiz überschäumt; Maura Tierney, aktuell Emergency Room), den Sprechern Catherine (eine Frau mit Stiel; Khandi Alexander, aktuell CSI:Miami) und Bill (egozentrisch, direkt und arogant; genial Phil Hartman), der Sekretärin Beth (leicht chaotisch, vorlaut und ständig Kaugummi kauend; Vicki Lewis), dem Techniker Joe (technisch gewieft, macht er sich als Verschwörungstheoretiker das Leben meist selber schwer; Joe Rogan) und schließlich dem Besitzer der Station: der Milliardär Jimmy James (Stephen Root) - der ein riesiges Imperium besitzt, aber trotzdem ständig im Sender rumhängt (das er ein Exzentriker ist, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden). Weitere Infos gibt es in der Wikipedia und der englischen Wikipedia - und gab es auch mal bei SAB, grrrr.


[Momentan in Winamp: The Pixies - Where Is My Mind?]

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