Couch Potato

Wenn ich schon einen großen Teil meiner Freizeit auf der Couch vor dem Small Screen verbringe, dann lohnt sich dafür ein eigenes Blog. Ich gehörte schon immer zu denjenigen, die Fernsehen als legitimes Hobby betrachteten

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06 Januar 2006

Have you met Ted?1

How I Met your Mother (meist entweder HIMYM oder einfach als Mother abgekürzt) ist eine im Herbst 2005 bei CBS in den USA angelaufene Sitcom. Das Konzept: fünf Freunde mitte Zwanzig hängen in New York rum und versuchen, ihr Beziehungsleben auf die Reihe zu kriegen. Soweit nichts neues.
Was jedoch erfrischend ist, ist die Umsetzung. Doch eins nach dem Andere. Worum geht es genau? Ted ist der zentrale Charakter der Serie. Im Jahr 2030 erzählt er seinen beiden Teenagerkindern die (lange Version der) Gschichte, wie er ihre Mutter kennengelernt hat. Alles beginnt im Jahr 2005, als sich Teds Mitbewohner Marshall mit seiner langjährigen Freundin Lily verlobt. Ted beginnt, über seine eigene Zukunft nachzudenken und bechließt, sich auch eine Frau für eine feste Beziehung zu suchen - er hält sich jetzt bereit dafür. Häufig im Weg steht ihn dabei sein (selbst ernannter) bester Freund Barney, der eine Vielzahl von absurden Ansichten über das Beziehungsleben hat. So z.B., daß man auf Frauenfang nur in einem Anzug gehen sollte. Oder eben, daß er Teds bester Freund ist. Eines seiner ersten Dates führt Ted zu Robin, der er sogleich seine Liebe gesteht - was die weiteren Möglichkeiten dieser Beziehung bekanntlich deutlich limitiert. So wird Robin - die erst vor kurzem nach New York gekommen ist, um bei einem Lokalsender für die eher lustige Meldung zum Schluß der Nachrichten zu produzieren - in den Freundeskreis aufgenommen.
Was der Serie nun das besondere verleiht, ist die Umsetzung des Konzepts, und die ist einfach gelungen. Mit vielen witzigen Momenten, gelgentlich nachdenklich stimmenden Szenen - vor allem aber mit stimmigen Charakteren. In Amerika kann an den Erfolg einer Serie häufig daran erkennen, daß bestimmte Szenen - oftmals verbunden mit absurd anmutenden Wortkreationen verbunden - einen gewissen Eingang in die Alltagskultur finden (man denke an O.C. California und Chrismukkah). Und das ist Mother mit dem Lemon Law of Dating, dem Thanks-Tini und dem Bask-Ice-Ball sicherlich jetzt (nach 11 Episoden) schon gelungen (mal abgesehen davon, daß die bloße Erwähnung dieser Begriffe dem Kenner ein breites Grinsen auf's Gesicht zaubern). Ob die Serie zu denjenigen gehören wird, die es dauerhaft schaffen, in der Alltagskultur Fuss zu fassen, wird die Zeit zeigen - man darf aber die Daumen drücken. Ebenso für eine gelunge Übersetzung ins Deutsche und eine zeitnahe Ausstrahlung.
Die Schauspieler der Serie sind eine gute Mischung aus eher unbekannten Namen und Stars: Josh Radnor ('Ted'), Jason Segal ('Marshall') und Cobie Smulders ('Robin') sind eher unbekannte Gesichter in der Fernsehgemeinde. Dagegen kennen Fernsehenthusiasten Neil Patrick Harris ('Barney') als Kinderstar und Titelcharakter der David E. Kelley ("Ally McBeal") Serie Doogie Howser und aus dem Film Starship Troopers. Alyson Hannigan ist das promineteste Mitglied des Ensembles. Bekannt wurde sie als Willow in der Kult-Serie Buffy - Im Bann der Dämonen, ihren Ruf festigte sie durch die Teenager-Komödien-Kinofilmserie American Pie.

1Wie viele SitComs lebt auch Mother von wiederkehrenden Gags. Einer davon besteht darin, daß einer von Teds Freunden (meist Barney), in einer Bar einer unbekannten attraktiven Frau auf die Schulter klopft und ihr mit den Worten Have you met Ted? den zumeist überraschten Ted vorstellt - und die beiden anschließend ihrem Schicksal überläßt ...

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