Couch Potato

Wenn ich schon einen großen Teil meiner Freizeit auf der Couch vor dem Small Screen verbringe, dann lohnt sich dafür ein eigenes Blog. Ich gehörte schon immer zu denjenigen, die Fernsehen als legitimes Hobby betrachteten

Bitte beachtet auch die Hinweise zum Ungang mit Spoilern hier im Blog!
Wer sich fragt, nach welchen Maßstäben ich meine Bewertungen vergebe, kann das hier nachlesen


16 April 2006

Zu Tode verwaltet - Commander in Chief

Es gibt Fernesehserien, die fangen gut und interessant an, entwickeln sich aber nicht so toll (fast alles, was länger als fünf Staffeln läuft). Und es gibt Fernsehserien, die nicht so toll anfangen, aber nach hinten hinaus phänomenal werden (die meisten Star Trek Serien). Und dann gibt es noch Serien, die Potential habe, das sie niemals entfalten dürfen.
Commander in Chief ist sicherlich eine Serie der letzteren Kategorie. Es geht hauptsächlich um die erste weibliche Vize-Präsidentin der USA - die sich plötzlich als erste weibliche Präsidentin der USA wiederfindet. In der Hauptrolle: Geena Davis.Die Serie fing vielversprechend an - fand ich. Die entsprechenden Bosse des US-Senders ABC waren anderer Meinung. Der ausführende Produzent wurde ersetzt, ein alter Hase - Steven Bochco - sollte die Show retten. Zu dem Zeitpunkt waren etwa sechs Folgen fertig und allenfalls zwei davon ausgestrahlt worden ... und Bochco rettet: fast der gesamte Writer-Stab wurde gehen gelassen. Schnell wurden diverse Nebenfiguren rausgeschrieben. Mitsamt ihren Darstellern, die allesamt hochkarätig genug waren (= mal 'ihre eigene Show' hatten), um später die Serie gewaltig aufzuwerten: z.B. Bosco aus Third Watch und Terri Bauer aus 24. Scnell wurde eine der Hauptfiguren 'neu erfunden' (SPOILER: Der Hauptgegenspieler der präsidentin - bisher 'unangenehme, aber eherenwert' bekam eine Vergangenheit als Rassist untergeschoben). Schnell wurden Bochcos Familienmitglieder angeworben (in einer Folge tauchten gleich drei Bochcos in den Credits auf ...).
Aber auch unter Bochco sank das Schiff weiter. Also ging auch er von Bord. Kassiert, wie der erste Produzent (der aber immerhin auch Serienschöpfer ist) weiter sein Geld ...
Commander in Chief startete als eine vielversprechende Serie, die ein weites Spektum des politischen Lebens der USA abdeckte. Mittlerweile liegt der Fokus eher auf der Familie der Präsidentin. Ich fürchte mich vor dem, was dem nächsten Showrunner einfallen mag.
Wengistens hat das Elend wohl bald ein Ende - eine Verlängerung für die nächste Season erscheint bei den momentanen Zuschauerzahlen eher unwahrscheinlich.

[Momentan in Winamp: Edie Brickell - Circle]

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