Couch Potato

Wenn ich schon einen großen Teil meiner Freizeit auf der Couch vor dem Small Screen verbringe, dann lohnt sich dafür ein eigenes Blog. Ich gehörte schon immer zu denjenigen, die Fernsehen als legitimes Hobby betrachteten

Bitte beachtet auch die Hinweise zum Ungang mit Spoilern hier im Blog!
Wer sich fragt, nach welchen Maßstäben ich meine Bewertungen vergebe, kann das hier nachlesen


26 März 2006

Wenn Kreise sich schließen ...

Neulich wurde bei Wtihout a Trace für Vivian ein Alter angegeben, das mir ziemlich tief angesetzt vorkam. Natürlich war meine erste Handlung, das Alter der entsprechenden Schauspielerin (Marianne Jean-Babtiste) in der Internet Movie Database nachzuschlagen - und siehe da, beide Altersangaben entsprachen sich.
Erstaunt war ich, als ich las, dass die Frau aus England stammt. Meine Kinnlade machte jedoch einen gewaltigen Sturzflug, als ich in ihrer Filmographie den Film Secrets & Lies (zu Deutsch Lügen und Geheimnisse) entdeckte. Um ehrlich zu sein, weiß ich nichtmal, warum sich mir der Titel damals ins Gedächtnis gebrannt hat, dass er mir jetzt sofort auffiel - und ich auch noch die Erinnerung an einen Film damit verbinden konnte. Denn ich fand den Film damals schrecklich. Es muß mein erster Independent-Film gewesen sein (und dazu halt auch noch ein brittischer ...). Keine hübsch anzusehenden Leute. Gepaart mit eine merkwürdige Handlung, in der nur geredet wurde, aber nicht wirklich was passierte. Es geht um eine junge farbige Britin (gibt es den Begriff Afro-Britin ???). Sie weiß, das sie adoptiert ist. Daher macht sie sich auf, ihre Mutter zu finden. Diese ist jedoch ganz anders, als sich die junge Frau vorgestellt hat: zunächst mal ist sie nämlich eine Weiße. Und währed unsere junge Protagonistin durchaus gut gebildet ist und Aussicht auf eine erfolgreiche Karriere hat, ist ihre leibliche Mutter offensichtlich nicht die Hellste. Sie und ihre Familie leben in ärmlichen Verhältnissen. Die Mutter hat weitere Kinder, deren Leben schon jetzt verpfuscht erscheint. Ihr Eheman ist allenfalls ein Gelegenheitsarbeiter, und hat meiner Erinnerung nach einen Hang dazu, hauptsächlich ein Unterhemd zu tragen. Nachdem die Protagonistin nun ihre Mutter ausfindig gemacht hat, streitet diese die Mutterschaft (natürlich) zunächst ab - schließlich hatte sie dieses Kind vor ihrer Familie verborgen gehalten. Der Rest des Filmes besteht nun aus dem emotionalen und verbalen Drahtseilakt zwischen der Mutter, ihrer Familie und ihrer 'neuen' Tochter.
Und das hat mir damals so gar keinen Spaß gemacht. Heute sieht das schon ganz anders aus. Zwar bin ich nicht wirklich ein Independet-Film-Freak (dazu verbringe ich zuviel Zeit mit meinen Serien), aber wenn Film dann doch bitte etwas ungewöhnliches: Hollywood-Action-Blockbuster oder RomComs kommen mir nur noch sehr selten vor die Augen ...
Ich liebe es, wenn sich so ein Kries schließt!

[Momentan in Winamp: The White Stripes - The Hardest Button To Button]

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